Aussenbeleuchtung und IP-Schutzart
Draussen muss eine Leuchte Regen, Staub, Frost und Sonne aushalten. Ob sie das kann, steht in einer zweistelligen Kennzahl: der IP-Schutzart. Wer sie versteht, wählt die richtige Leuchte für Hauswand, Weg und Terrasse.
Was die IP-Kennzahl bedeutet
Die Schutzart besteht aus den Buchstaben IP und zwei Ziffern. Die erste Ziffer beschreibt den Schutz gegen feste Fremdkörper wie Staub, die zweite Ziffer den Schutz gegen Wasser. Je höher die Ziffer, desto besser der Schutz. Für den Aussenbereich ist vor allem die zweite Ziffer entscheidend.
| Einsatzort | Beanspruchung | Worauf achten |
|---|---|---|
| Überdachter Hauseingang, Vordach | Spritzwasser möglich, kein direkter Regen | mittlere Wasserschutzziffer genügt meist |
| Freie Hauswand, Garten, Weg | Regen von allen Seiten, Schnee | hohe Wasserschutzziffer; Herstellerangabe "für den Aussenbereich" prüfen |
| Boden, Treppenstufen, Rasen | stehendes Wasser, Reinigung mit Schlauch | Bodeneinbauleuchten brauchen die höchsten Schutzarten |
| Teich, Pool, Brunnen | dauerhaft unter Wasser | nur Leuchten, die ausdrücklich für Unterwasserbetrieb vorgesehen sind |
Im Zweifel gilt: lieber eine Stufe mehr Schutz. Eine Leuchte mit zu geringer Schutzart fällt nicht sofort aus, sondern korrodiert über Monate, bis sie flackert oder den Fehlerstromschutz auslöst.
Welche Leuchte wohin
Hauseingang
Eine Wandleuchte neben oder über der Tür, die die Stufen und das Schloss ausleuchtet, ohne Ankommende zu blenden. Warmweisses Licht wirkt einladend; ein Bewegungsmelder spart Strom und ist praktisch, wenn die Hände voll sind.
Wege und Einfahrt
Pollerleuchten oder niedrige Wegeleuchten in regelmässigem Abstand. Das Licht sollte nach unten gerichtet sein, damit es den Weg zeigt und nicht die Nachbarschaft erhellt.
Terrasse und Sitzplatz
Hier gelten dieselben Regeln wie im Wohnzimmer: mehrere Lichtquellen, dimmbar, warmweiss. Wand- oder Deckenleuchten unter dem Vordach, dazu mobile Akku-Tischleuchten oder Lichterketten für den Abend.
Garten und Bepflanzung
Erdspiessstrahler setzen Bäume oder Sträucher in Szene. Weniger ist mehr: ein bis zwei beleuchtete Blickpunkte wirken stärker als ein gleichmässig ausgeleuchteter Garten.
Sensoren und Steuerung
Dämmerungssensoren schalten das Licht automatisch bei Einbruch der Dunkelheit, Bewegungsmelder nur bei Bedarf. Beides zusammen ist für Eingang und Einfahrt die übliche Lösung. Bei Bewegungsmeldern lohnt ein Blick auf Erfassungswinkel, Reichweite und ob sich die Nachlaufzeit einstellen lässt.
Rücksicht und Recht
Aussenlicht, das in Nachbarfenster oder in den Nachthimmel strahlt, führt schnell zu Ärger und ist in vielen Gemeinden eingeschränkt. Leuchten mit Lichtaustritt nach unten, Zeitschaltung und Bewegungsmelder vermeiden das weitgehend. Bei fest verdrahteten Aussenleuchten gehört die Installation in die Hände einer Elektrofachperson.
Montage: die häufigsten Stolpersteine
- Kabeleinführung von unten oder mit Dichtung, damit kein Wasser ins Gehäuse läuft.
- Befestigung passend zum Untergrund: verputzte Wand, Holz oder Metall brauchen unterschiedliche Dübel und Schrauben.
- Leuchtmittel vor dem Winter prüfen: Tauschbare Leuchtmittel sind bei Aussenleuchten ein Vorteil.
- Solarleuchten nur dort, wo tagsüber tatsächlich Sonne auf das Modul fällt.
Aussenleuchten nach Schutzart und Einsatzort filtern
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